Sisters bei der UN in New York

Sisters – Because I am a Girl [03:56 min]

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SISTERS performen ihren “Because I am a Girl”-Song beim Start des ersten Internationalen UN-Weltmädchentag in New York City

Am 11. Oktober ist der erste internationale UN-Weltmädchentag 2012. Das Kinderhilfswerk Plan International hatte maßgeblichen Anteil daran, das Projekt Welt-Mädchentag erfolgreich auf die Agenda der Vereinten Nationen zu setzen. Zum ersten Welt-Mädchentag startet Plan International die weltumspannende Kampagne „Because I am a Girl“. Mit der Kampagne setzt sich das Kinderhilfswerk Plan dafür ein, dass Mädchen die gleichen Rechte und Chancen haben wie Jungen.

Die Sisters unterstützen “Because I am a Girl” seit 2010 und haben einen gleichnamigen Song komponiert. Onejiru, Melanie Wharton und Nicole Hadfield treten als Botschafterinnen für die Kampagne in New York City im B.B. King Blues Club in Midtown, NY auf

 

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Sisters bei “Queens of Pop”

Sisters bei “Queens of Pop”

 

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[half]Am Samstag, den 30. Juli 2011 entscheidet sich, welche der Künstlerinnen die Zuschauer zu ihrer “Queen of Pop” küren. Bei der Finalshow würdigen Pop-Prinzessinnen wie Mimi oder Alice Russell und arrivierte Stars wie Kate Nash oder Les Nubians die Pop-Legenden mit einer Coverversion von deren größten Hits.

Außerdem wird die exzentrische Punksängerin Nina Hagen von den wilden 70ern berichten, in denen sie die Attitüde des Punk mit dem Geist des Feminismus verknüpfte und die Verwurzelung des Pop im Gospel zeigen, den sie jüngst für sich selbst entdeckte.

Und noch eine echte Powerfrau wird den Queens of Pop die Ehre erweisen

… weiter zum artikel auf arte.tv[/half]

 

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Artikel TAZ.de

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Artikel TAZ.de 21.08.2008

Quelle: http://www.taz.de/1/leben/musik/artikel/1/mach-meine-schwester-nicht-an/

Mach meine Schwester nicht an!

“Sisters”-Debütplatte

Sisters, die Frauenabteilung des afrodeutschen Politpop-Projekts Brothers Keepers, bringen ihr Debüt “Gender Riots” raus. Wen man erreichen will, ist unklar – Kinderzimmer, Uni, Charts?

VON S.EISMANN

Ausgezogen, um Diskriminierung zu bekämpfen: die “Sisters”.

Nicht gerade ein wohliges Gefühl, wenn man sich in Erinnerung ruft, was im Jahr 2000 der Anlass für die Gründung der Brothers und Sisters Keepers war: Bei einem rassistischen Überfall in einem Dessauer Park wurde der 39-jährige Mosambiker Alberto Adriano zu Tode geprügelt. Als Reaktion schlossen sich afrodeutsche MusikerInnen wie Adé Bantu, Torch, Xavier Naidoo, D-Flame, Afrob, Samy Deluxe und Mamadee zu einem Kollektiv zusammen: Brothers Keepers. Auf ihrer Platte “Lightkultur”, die als scharfes Statement gegen deutsche Xenophobie und Nazigesinnung im Dezember 2001 veröffentlicht wurde, fanden sich auch zwei Stücke der insgesamt acht beteiligten Sisters Keepers, die sich neben dem betont maskulinen Zorn deutlich versöhnlicher ausnahmen. Der “Letzten Warnung” standen hier “Liebe und Verstand” gegenüber.

In der Bibel fragt Gott Kain, nachdem der seinen Bruder erschlagen hatte, wo er denn Abel gelassen habe. “I know not: Am I my brothers keeper?”, antwortet der Schuldige patzig in der englischen Version. Dieser Ausspruch, nach Jahrhunderten amerikanischer Bibeltreue längst in den allgemeinen Wortschatz aufgegangen und zum Mahnmal für die Verantwortung gegenüber den Mitmenschen geronnen, ist in seiner Doppeldeutigkeit mit Bezug auf afroamerikanische Männer, die sich gegenseitig häufig als “Brothers” titulieren, ein durchaus passendes Emblem für eine afrodeutsche Männerinitiative. Aber was ist mit den Sisters, die in der Bibel selbstverständlich nicht gesondert zur Sprache kommen?

1851 wollte die schwarze Abolitionistin und ehemalige Sklavin Sojourner Truth auf der Womens Convention in Ohio von den wohlsituierten weißen Männern und Frauen im Publikum wissen, wo denn ihr Podest sei, auf das man im Viktorianischen Zeitalter die Frauen als ätherische “Engel im Haus” metaphorisch stellte? Nach Jahren unmenschlichster Sklaverei, die nie einen Unterschied zwischen männlich oder weiblich gemacht hatte, artikulierte Sojourner Truth die berühmte Frage: “Aint I A Woman?” Schon 14 Jahre vorher hatte der Sklavereigegner George Bourne in seinem Werk “Slavery Illustrated in Its Effects Upon Women” einen Stich abgedruckt, der eine kniende Sklavin zeigt, die ihre angeketteten Arme flehend nach oben erhebt, umrahmt von den Worten: “Am I Not a Woman and a Sister?”

Wer hütet also die Schwestern? Die Verquickung von “Rasse”, Klasse und Geschlecht als besonders perfide “triple oppression”, schon damals als spezifisches Problem nichtweißer Frauen erkannt, aber erst ab den Achtzigerjahren des 20. Jahrhunderts von Kritikerinnen wie bell hooks, Gloria Anzaldúa, Audre Lord und Maxine Hong Kingston nachhaltig auf die Theorielandkarte gebracht, treibt auch die deutschen Sisters um.

Nachdem sich die Keepers seit der Veröffentlichung von “Lightkultur” sehr viel mit Aufklärungsarbeit in Schulen und Bildungsinstitutionen beschäftigt hatten – und die Sisters im Februar bei Stefan Raabs Bundesvision Song Contest Platz 14 belegten -, ist der weibliche Teil des Zusammenschlusses, neu zusammengesetzt und auf den Bandnamen “Sisters” reduziert, jetzt mit einem ersten kompletten Album zurück. Der Titel: “Gender Riots”.
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[half] In “Unite” rappt Meli: “Ich bin mein Sisters Keeper, behüte meine Schwester”. Hier wird der Kritik rassistischer Diskriminierung die spezifisch weibliche Perspektive auf Unterdrückung – und vor allem Solidarität – hinzugefügt. “Wir wollten weibliche Stärke zeigen. Aber eben auch Frauen und Mädchen inspirieren, an sich selbst zu glauben”, erklärt Onejiru, eines der sieben fixen Bandmitglieder. “In vielen Kulturen stellt man fest, dass Frauen sich gegenseitig behindern und als stutenbissig gelten. Aber aus einem Zusammenschluss kann viel, viel mehr Kraft geschöpft werden. Das soll nicht heißen, dass es immer leicht ist. Frauen müssen es nur wollen.”

Auf die Frage, wie der latent akademische Gestus, der sich für viele immer noch mit dem Terminus “Gender” verbindet, mit der Fluffigkeit des Soul-Pop-Projekts, als das sich die Platte musikalisch präsentiert, zusammengeht, bemerkt Onejiru verschmitzt: “Ein bisschen Aufruhr hat noch niemandem geschadet.” Dann fügt sie hinzu: “Ich für meinen Teil mag es, wenn sich etwas außerhalb von der gängigen Marketingstrategie entwickelt, wenn man etwas wagt, ohne auf die potenzielle Zielgruppe zu schielen. Das befreit und lässt der Kreativität den eigenen Lauf.”

Dass die “Riots” sowohl auf (historische) Ausschreitungen von Schwarzen als auch auf die Bewegung zorniger junger (weißer) Frauen Anfang der 1990er-Jahre verweisen, ist natürlich kein Zufall. Man fühle sich der Tradition von Blaxploitation und Riot Grrrl Groups viel stärker verpflichtet als dem, was durch die Terminologie endloser Casting Shows unter dem – für die Genealogie der Black Music einst so wichtigen – Begriff Girl Group entwertet worden sei, so Onejiru.

Textlich lässt sich diese Verbindung durchaus herstellen, musikalisch hakt es ein wenig. Die von verschiedenen Produzenten unter der Regie von Matthias Arfmann, ansonsten zuständig für den Sound von u. a. Jan Delay, Patrice und eben auch Onejiru, entstandene Musik steht dabei ästhetisch in deutlichem Gegensatz zur Radikalität, die der Titel proklamiert. Die zwölf Stücke, in ihrer Diversität zwischen Pop, Reggae, Hiphop und Neosoul so etwas wie der gewollte Querschnitt aus den Geschmäckern der sieben Sisters Onejiru, Mamadee, Meli, Nicole Hadfield, Tamika, Noah Sow und Namusoke sowie ihren vier Unterstützerinnen Angela Ordu, Tesirée Kaitesi, Sonia Singh und Lisa Cash, präsentieren sich glatt und wenig abweichlerisch. Obwohl es das erklärte Ziel war, “eben keinen Weichspülersound und -messages” zu fabrizieren, nivellieren sich die Spitzen in der Summe doch zu wenig spezifischer Breitenwirksamkeit. Aber wer weiß, vielleicht braucht es ja genau diese, um ganz weit bis in die Provinz und die Kinderzimmer vorzudringen, wo Bewusstsein gemacht wird.

Trotz des leichtfüßigen Pop-Appeals verspüren die Sisters nämlich auf jeden Fall so etwas wie einen Bildungsauftrag – waren sie doch auch schon im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung wie auch für das Goethe Institut unterwegs. Onejiru: “Als ich noch zur Schule ging, habe ich eine umfassende Aufklärung über den afrikanischen Kontinent und einen Umgang mit dem Erbe der Sklaverei und Kolonisierung vermisst. Es war nicht sehr schön, die Stereotypen zu ertragen. Das hat sich im Laufe meines Studiums – Geografie, Afrikanistik und Völkerkunde – nicht besonders erhellt oder gar geändert. Ich habe auch genau deswegen diese Fächer gewählt. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass ich nicht warten kann, dass sich etwas ändert. Ich muss es selbst in die Hand nehmen. Deshalb ist mir persönlich der ,Bildungsauftrag’ wichtig. Meine anderen Sisters haben da ihre eigenen Erfahrungen gemacht, und es hat sich als ein wunderbares Gefühl erwiesen, Vorbilder für die SchülerInnen, für die Kids zu sein. Der Dialog und Austausch von Erfahrungen sind unglaublich wichtig.”

Ein Blick auf die Songtext-Website magistrix.de bestätigt, neben der Notwendigkeit des Engagements für die Geschlechtsgenossinnen, bei dem sich die Sisters dankbar auf ihre “Vorfahrinnen” berufen, ohne sich nach eigener Aussage von Dogmen einschränken lassen zu wollen, die ungebrochene Dringlichkeit antirassistischer Agitation. Unter dem Songtitel “Adriano (letzte Warnung)” der Brothers Keepers, findet sich, offensichtlich in die Site gehackt, ein rassistischer Schmähtext: “Gestern noch im Urwald herumgehopst / kommt jetzt zu uns das negride Gesocks!” mit dem Refrain “Nigger, Nigger – raus aus unserem Land!” Da bleibt zu hoffen, dass eine massive Präsenz der afrodeutschen Sisters und ihrer Sisters dumpf-deutschen Ressentiments wie diesen bald den Hahn zudreht.

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Artikel EMMA September/Oktober 2008

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Artikel: EMMA September/Oktober 2008

Quelle: http://www.emma.de/hefte/ausgaben-2008/septemberoktober-2008/sisters-2008-5/

SCHWARZE DEUTSCHE

Sisterhood ist powerful

Sie wollten nicht länger das Anhängsel der “Brothers Keepers” sein und schritten zur Tat. Sie gründeten die “Sisters”. Mit ihren Songs probieren sie jetzt den “Geschlechter-Aufstand”.

“Mal ehrlich”, sagt Noah Sow, “so was wie uns hab ich noch nirgendwo gesehen!” Und das will was heißen. Denn die Radio- Moderatorin und Musikerin ist in der Welt schon ziemlich weit rumgekommen. Trotzdem kennt sie, und da ist sie nicht die einzige, “eigentlich nur Frauen, die Lieder singen, die ihnen der Produzent geschrieben hat. Oder vier Frauen im Minirock, die rumhüpfen und sich streiten, wer mit dem Produzenten schlafen darf.” Hier allerdings haben wir es mit sieben Frauen zu tun, genauer: sieben Frauen mit Migrationshintergrund (“Schwarze Deutsche heißt das!” korrigiert Noah Sow). Noch genauer: sieben schwarze deutsche Musikerinnen, die zusammen eine CD gemacht haben, die auch noch “Gender Riots” heißt – und das ist in der Tat ein Novum.

Musikalisch ist das Album der glorreichen Sieben, die sich frauensolidarisch “Sisters” nennen, so bunt wie die Diversity, die sie für die Gesellschaft fordern: HipHop, Soul, Reggae, Pop – alles dabei. Textlich ist “Gender Riots” – im Gegensatz zu den Sprüchen so vieler Brothers – prahl- und protzfrei, strotzt aber vor selbstbewussten Statements: “Ain’t no riot loud enough – ain’t no woman proud enough” (Kein Aufruhr ist laut genug, keine Frau ist stolz genug), verkünden die “Sisters” in ihrem Titelsong. Und: “Nothing has changed – we are living in a man’s world”.

Wo genau das Problem mit der Männerwelt liegen könnte, erzählt zum Beispiel der Rap “Alle diese Frauen”: “Ihr Name war Uschi, sie bezahlt die Sucht mit ihrer Muschi, sie wartet’s einfach ab und dann duscht sie.” Dann gibt es da noch “Marie, das ist die Frau aus dem Plattenbau. Ein Mann, der sie haut, sie ist immer grün und blau”. Oder “Jenny mit dem Job bei Penny”, der es auch nicht so besonders geht. Eine “Selbstverständlichkeit” sei es gewesen, erzählt Noah Sow, “dass man kein Album macht, auf dem zwölf Titel davon handeln, dass man jetzt gern an den Strand gehen möchte oder wie sehr man sich nach seinem Ex-Freund sehnt.” Und für alle, die noch Zweifel gehegt haben sollten: “Wir sind keine Fiep- und Hüpftruppe!”

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Ausgangspunkt der Verschwesterung ist das Jahr 2001. Am 4. Februar gründet eine Gruppe schwarzer deutscher Musiker auf Initiative des aus Nigeria stammenden Kölners Adé Bantu die “Brothers Keepers”, frei übersetzt: Die, die auf ihre Brüder aufpassen. Einige Monate zuvor hatten Skinheads in einem Dessauer Park den schwarzen Alberto Adriano zu Tode getreten, während sie das Lied “Zehn kleine Negerlein” sangen. Die “Brothers Keepers”, denen sich bald auch Stars wie Xavier Naidoo, Gentleman oder Patrice anschlossen, gaben Konzerte und tourten durch Schulen. Ihre Kampfansage galt dem Rassismus. Aber: “Die Jungs hatten die Mädels vergessen”, erzählt Sister Onejiru. Und weil die Mädels “eine eigene Stimme” haben wollten und ihnen die “Frauen als Beiwerk” in den gängigen Musikvideos ohnehin heftig auf den Geist gingen, gründete die in Kenia geborene, in Wanne-Eickel aufgewachsene und in Köln lebende Sängerin gemeinsam mit einem halben Dutzend Schwestern – wie der Rapperin Meli oder der Jazzerin Mamadee – die “Sisters Keepers”.

Der Einfluss der Sisters machte sich bemerkbar: Als die “Brothers Keepers” im Juli 2007 angesichts der brutalen Verbalattacken von Sido, Fler und Konsorten aus dem Hause Aggro eine Petition veröffentlichten, war diesmal nicht nur von Rassismus die Rede, sondern auch von Sexismus. Soeben hatte der Rapper B-Tight in seinem Song “Neger Neger” gezeigt, dass Schwarzen- und Frauenfeindlichkeit gern zusammengehören: “Wer rammt immer noch sein Penis in dein Loch, sag mir, wer ist immer straff? Der Neger! Neger!”. “Wir lehnen die Verwendung des N-Wortes ab, genauso wie jegliches frauenfeindliche Vokabular”, protestierten die Keepers. Inzwischen sind die “Sisters Keepers”, die weiterhin ihr eigenes Ding machen wollten, zum Verein geworden: “Sisters e.V.”. Der harte Kern – bestehend aus den Vorsitzenden Onejiru und Meli, aus Noah Sow und Nicole Hadfield, Mamadee, Namusoke und Tamika – tourte mit Musik-Workshops durch Schulen und machte “tierisch Eindruck” – auf Jungs unter Aggro-Strom genauso wie auf Mädchen unter der Britney-Knute. Und jetzt also die “Gender Riots”.

Die Sisters setzen auf “Empowerment”. “Wir merken bei unseren Konzerten, wie sehr junge Mädchen das brauchen, dass mal so ein Haufen erwachsener Frauen sich hinstellt und sagt: ‘Wir feiern uns jetzt mal und wir zeigen dir, was du alles machen und werden kannst!’ verkündet Noah Sow. Zweimal haben die Sisters das bisher ausprobiert, bevor sie im September zu ihrer Tour starten. “Und es war so toll zu sehen, dass wir die Mädels erreicht haben und dass da was schwingt. Die haben geschrieen, gehüpft und geweint.” Anders gesagt: “Sie hatten breitere Schultern als vorher.”

(Quelle: http://www.emma.de/hefte/ausgaben-2008/septemberoktober-2008/sisters-2008-5/)[/half]

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sisters TOUR REPORT

sisters TOUR REPORT

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  • 04. Okt 2008

    SISTERS-Tour-Report Part 4: JENA, HAMBURG

    27.9.2008 Jena Kassablanca

    [divider] Von Zürich nach Jena, eine ganz schön lange Fahrt. Nachdem sich alle die Zähne geputzt und ihre Schokoladenreserven oral vernichtet haben, gibt es auch direkt schon wieder eine Besprechung: für das nächste Jahr haben wir SISTERS uns einiges vorgenommen. Die meisten von uns verfolgen auch noch Solokarrieren und andere Projekte. Über die lange Zusammenarbeit, die CD-Veröffentlichung, die Zukunftsplanung und auch durch die großartigen Vibes, die wir auf dieser Tour haben, ist SISTERS jeder von uns noch mehr ans Herz gewachsen. Wir staunen selbst ein bisschen darüber, dass wir in unserer Verschiedenheit so eine Einheit bilden. Vielleicht ja genau deswegen. Onejiru findet, “wir sind die sieben Facetten einer Frau”. Darauf eine Limo.

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  • [half]In Jena parken wir in einem äußerst gemütlichen grünen Areal mit abgestellten Bahnwaggons und zig Graffiti-Kunstwerken: der Hof des Kassablanca.
    Der Club ist in vielerlei Hinsicht eine Oase. Außer Musik wird dort auch kulturell und politisch einiges veranstaltet. Respekt an die Crew: wenn sich nicht immer wieder Leute finden würden, die ihren Hintern hoch kriegen und sowas im Schweiße ihres Angesichts anpacken und durchziehen, wäre so manche Gegend um Einiges an Kultur und Anstand ärmer. Orte wie dieser sind nicht nur zum Spaßhaben da, sondern auch Überlebenshilfe for the soul. Das soll hier nur mal erwähnt werden.
    Wir knipsen schnell ein paar lustige Fotos auf dem Hof, weil die Graffitis so gut zu unseren Hosen passen – oder umgekehrt… Rein zum Soundcheck, und danach geht’s auch schon in den Turm, zum lecker Abendessen. Da man sich vielleicht 1-2 Tage von Snacks ernähren kann, aber keine ganze Tour hindurch, haben wir Künstlerinnen das Glück, an den meisten Orten an denen wir spielen, etwas gesundes gekocht zu bekommen. Mnjam. Nach einem wahnsinnig tollen Essen (u.a. Bio-Karotten, die schmecken als wären sie mit klassischer Musik und viel persönlicher Ansprache großgezogen worden) geht’s auch schon direkt wieder ans Anziehen, Styling und Zittern vor dem Auftritt.[/half]
    [half]Nach den ersten paar Songs verrät man uns konspirativ, dass der Veranstalter Martin um 00:00 Uhr Geburtstag hat! Natürlich singen wir ihm um 00:01 sofort ein Ständchen (und zwar Stevie Wonder’s “Happy Birthday“, nicht das olle andere), was ihm sichtlich die ersten 10 Sekunden lang unangenehm ist. Danach fügt er sich in sein Schicksal und scheint sogar ein bisschen Spaß dran zu finden – oder ist ein guter Schauspieler. Er flüchtet Richtung Tresen. Weiter in unserer Show. Die Jenaer Crowd besteht aus vielen Frauen in vorderster Reihe, und es kam uns fast so vor, als ob die gute Laune des Publikums auf uns überschwappte – cool, normalerweise geht es doch umgekehrt, oder? – Nix dagegen, au contraire. Die Leute waren super sympathisch, und die Party danach auch nicht schlecht. Ein cooler DJ legte geschmackvoll auf, und Robert und Noah hatten endlich ihre dance battle. Bevor ein Arzt gerufen werden musste, stellten die SISTERS ihnen schnell eine Flasche Rotkäppchensekt zur Schlichtung bzw als Preis hin. Das Öffnen der Sektflasche … üben wir nochmal. Man tanzte angeschickert auf pappigem Boden weiter. Meli hielt sich bei der Dance Battle vornehm zurück, da sie die beiden Contestants sowieso innerhalb von 5 Sekunden lebenslang demoralisiert hätte. Tipp: fordert NIE, NIEMALS Meli zu einer dance-battle auf, außer Ihr wolltet Haus und Hof sowieso gerade loswerden…
    Müde und glücklich klettern wir gegen 3 Uhr in den Bus – und fahren über Nacht zum Abschluss der Tour. Last Exit Hamburg.[/half] [half]

    [/half] [half]28.9.2008 Hamburg

    [divider] Schon kurz nach Mittags hält unser Bus an der Fabrik. Wir sind früh dran. Also erst mal aussteigen und schauen, was da auf uns zu kommt. Überraschenderweise hat der Club geöffnet! Obwohl es erst 12 Uhr ist, stehen Leute davor und rauchen und es sind E-Gitarren von innen zu hören. ?
    Kaum in die Bude eingetreten, haben wir eine Begegnung der Dritten Art: Wir stehen plötzlich mitten in einem Kinderkonzert! Die ca 15köpfige Kinderband singt sowas wie “mein Kuscheltiiier — gehört zu miiiieer”, dazu Rockband-Bestezung und viele Fans. Die sind allerdings teilweise unkonzentriert: Drei ca. Fünfjährige spielen Kicker, einer weint. Jemand anders versucht mit Gewalt, noch 50 Cent Taschengeld rauszupressen. Auf der Toilette fluchen zwei ca siebenjährige Mädels, warum “die verdammten Waschbecken so verdammt hoch” seien (und haben verdammt vollkommen recht damit verdammtnochmal). Hier spielen sich Schicksale ab.

    Erst mal genug gesehen. Zurück zum Bus. Der hat auch schon Fans. Ein Kind steht vor der Tür und ruft “Mama, ich will mit dem Bus da nach Hause fahren!” -nun ja, wir auch. Allerdings erst heute Nacht. Vorher wollen wir noch Hamburg rocken. Wir bedauern dass die Tour heute schon ihre letzte Station hat. Gibts doch gar nicht. Wir fühlen uns so gut eingespielt und harmonisch, dass wir eigentlich jetzt auf Tour gehen könnten. Wer hätte gedacht, dass wir keine Verschleiß-Erscheinungen davon tragen würden, sondern im Gegenteil, hinterher frischer und besser drauf sein würden als vorher? Muss was mit dem sympathischen Publikum zu tun haben…[/half] [half]Unser bester Nightlinerfahrer auf Welt (das merkt man daran, dass man ganz ohne Angstzustände wie ein Baby schlafen kann) verrät uns, dass der Bus ab morgen schon wieder an die nächste Gruppe vermietet ist. Und zwar -Jetzt festhalten- an die CHIPPENDALES! argh. Erst die SISTERS, dann die Chippendales, das ist Kulturclash Pur. Würde vs … okay, nicht abschweifen.
    Den Nachmittag verbringen wir mit weiteren Meetings und beim Soundcheck. Einige von uns sind so hungrig, dass sie beim Lied “Everytime” inzwischen statt der Zeile “not just Jesus…” nur noch “Nachos, cheeses” verstehen! Showtime rückt näher. Unsere befreundete Visagistin Oumou ist extra gekommen, um uns für den Abschlussabend professionell zu schminken. Whoa! Wir fühlen uns mindestens wie J-Lo, und eine Million Dollar. So können wir uns in Hamburg sehen lassen. Jetzt müssen wir uns nur noch einigen, wer das geile neue “gender riots”-T-Shirt zum Auftritt tragen darf. Meli gewinnt. Sieht auch wirklich fresh aus.
    Los geht’s. Matthias, der unser Album produziert hat, sagt uns an. Dem wollen wir natürlich auch zeigen, dass wir nicht die geringsten Tour-Verschleißerscheinungen haben. An die Kameras, Fotografen und Freunde vor der Bühne denken wir am besten gar nicht erst. Nicht dass das schöne Profi-MakeUp leidet …[/half]

    [half] Die Show geht für uns so schnell vorbei als wären es nur 10 Minuten gewesen. Man ist sowieso in einem anderen Raum-Zeit-Kontinuum auf der Bühne, aber das ging nun wirklich ratz fatz. Noahs FreundInnen kamen zu ihrem Heimspiel, die Stimmung war für die verwöhnte Großstadt Hamburg schon unanständig tanzfreudig, und wir wollten uns hinterher lange nicht vom Signiertisch und den HamburgerInnen trennen. Ganz toll auch hier: unser Konzert war ein echter Familien-Event. Das Publikum war zwischen 13 und 45, auf der Tour haben wir an mehreren Gelegenheiten 3 Generationen versammelt, und das macht uns nochmal extra Freude!
    Letzte Eindrücke aus Hamburg: Party, Singen mit FreundInnen aus 4 Kontinenten, eine gekaperte Eckkneipe in Altona, und ein gutaussehender Barkeeper, der uns aus einer Reality-Soap verdächtig bekannt vorkommt. Feiern, umarmen, Bewundern, erleichtert sein, dass wir mit der Tour die richtige Entscheidung getroffen haben… hoffen auf noch mehr tolle Konzerte und frohe Erwartung auf das was da noch kommt.

    Und nur noch mal kurz, weil 1. lange Abschiede doof sind und das 2. ja gar kein Abschied ist sondern erst der Anfang: Es war eine spitzen Erfahrung für uns und großartig, Euch alle zu treffen. Wir können das nächste mal kaum erwarten.

    Aktuelle Stimmung: abenteuerlustig

    [/half] [divider] [half] SISTERS-Tour-Report Part 3: BERLIN, ZÜRICH

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    JAWOLL! Auch dieser Blogeintrag beginnt erst mal mit einer guten Nachricht und zugleich Action-Aufforderung: IHR HABT UNS IN DIE N-JOY TOP 10 GEBRACHT!! DANKE!!!Jetzt einfach weitermachen, damit unsere Hymne ‘UNITE’ in diesem ehrwürdigen Ambiente bestehen bleibt. Also: wir würden uns ernut freuen, wenn Ihr auch diese Woche wieder für uns VOTET!! Hier bei www.N-Joy.de!! Klick – SISTERS – DANKE!!

    Soo.. jetzt zum Tourtagebuch:

    25.9. Berlin

    “Berliiin, Berliin, wir faaaahren nach Bärliinn.” Mittags Ankunft an der Arena. Hier drin könnte man eine Show mit 12 Pferden und 3 Elefanten machen, so groß ist der Saal. Wir spielen gottseidank nebenan im “Glashaus“, denn Pferde, Elefanten und venezianische Gondeln, die von der Decke gelassen werden… haben wir für diese Tour nicht direkt vorgesehen.In der Hauptstadt hat natürlich jede Bekannte, KollegInnen und FreundInnen. Die werden jetzt alle angerufen und eingeladen. Euch können wirs ja sagen: den größten Spaß des Nachmittags hatten wir unter der Dusche! Wir sangen in Duschgel-Tuben 80er Jahre-Hits wie “I wanna dance with somebody”, “do you really want to hurt me” und “self control” und dankten unseren großen Schwestern nachträglich für den jahrelangen Pop-Terror: dieses sagenhafte Liedgut wäre uns ja sonst verschlossen geblieben. Benjamin Blümchen schön und gut, aber brauchbare frühkindliche musikalische Sozialisierung ist was anderes. Alphaville hingegen… äh, anderes Thema.Immer mehr bekannte Gesichter drängeln sich so langsam im Vorraum des Glashaus. Für Noah macht das gar keinen Unterschied, denn sie ist bereits ein Nervenbündel. Die Band “Jingo de Lunch” hat ihren Besuch angemeldet. Frontfrau Yvonne ist mit Abstand die Vorreiterin der deutschen AfroPunk-Abteilung und damit ganz vorne in der Heldinnen-Hall-of-Fame.Wir sagen zum Verlauf der Show nur so viel: BERLIN, IHR WART DER HAMMER!!!! So viele Sisters am Feiern und Abtanzen (und das in der verwöhnten Hauptstadt), so dermaßen geile Stimmung und -man verzeihe uns an dieser Stelle kitschige Vokabeln, aber hier passen sie einfach – Love, Goodvibes & UNITY – Ihr habt uns Sisters sozusagen nochmal richtig schriftlich gegeben, dass Ihr bei uns seid und wir bei Euch und dass das alles zusammen was viel größeres ist als nur die Summe der Teile. Und das haben wir uns ehrlich gesagt seit 2001 in dem ein oder anderen kühnen Traum durchaus vorgestellt. Dass das jetzt eintritt, finden wir ganz groß. Wir machen das alles für Euch und für uns, und sehen jeden Tag mehr, dass das in Wirklichkeit gar kein Unterschied ist.Jetzt sind wir aufgedreht, glücklich, auch ein bisschen stolz, und freuen uns schon auf die Reise zu Namusokes Heimspiel, nach Zürich!![/half]

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  • 26.9. Zürich

    Tja, erst mal über die Grenze kommen :-) Da ein Bus voller afrodeutscher Künstlerinnen zu vielfältigen Assoziationen einlädt, sind wir ein wenig nervös, ob nicht vielleicht Grenzbeamte unsere Wäsche und unsere MakeUp-Sachen durchsuchen und auch vor Sisters-internen Betriebsgeheimnissen nicht Halt machen werden. Gottseidank gibt es keine derartig intimen Kontrollen, sonst wäre so einiges aufgeflogen, zum Beispiel wer die Zahnpastatube noch kaum benutzt hat, welche der Frauen einen Flachmann mit karibischem Rum mitführt oder wem die Ben Stiller DVD gehört. Nicht auszudenken, wenn unser Sisters-Masterplan den Regierungsbeamten in die Hände gefallen wäre! Niemand darf davon erfahren…Nach zwei weiteren Kannen Pfefferminztee kommen wir in Zürich an. Nikki ist dermaßen heiser, dass für sie der Ausnahmezustand ausgerufen wird: 12 Leute überwachen, dass sie ja nicht spricht, immer den dicken Schal um hat und genügend Wasser trinkt. Das Moods in Zürich verwöhnt uns direkt mit feiner Akkustik, Schokolade backstage und netter vor-Ort-crew. Nikki wird zum Stimmbänder-schonen vom Soundcheck verbannt.Auf einmal befinden sich haufenweise freundliche Leute im Saal. Wie, schon 20:45 Uhr?? Oha! Schnell werden die letzten Feinjustierungen vorgenommen: schminken, Setliste kopieren, und unser gemeinschaftliches vor-dem-Konzert-Ritual. Dann gehts los. Namusoke wird ordentlich gefeiert, aber auch Meli kennen viele noch von ihren Schweiz-Konzerten mit “Skills en Masse”. Wir sind beeindruckt vom guten Sound; das Konzert ist wie immer laut und energiegeladen, wir genießen die classy Atmosphäre, rockenden SchweizerInnen, und der Dancefloor ist eröffnet.Während das Moods groovte, saßen zwei von Onejirus Tanten oben auf der Galerie, in schön schicken Ledersesseln, Flasche Wein auf dem Tisch, und kuckten zu. Das erinnert etwas an Waldorf und Stadler, nur mit wesentlich mehr Schönheit und Würde. Wir dürfen die beiden Damen nach dem Konzert kennenlernen, und sind stolz darauf, dass auch diese SISTERS-Generation dabei ist, uns versteht und ihren Support ausspricht.Jetzt aber schnell an den Signiertisch. Deutschrap-Pionier und Legende Torch aka Haitian Star lebt inzwischen in Zürich und ist zum SISTERS-Konzert vorbeigekommen, was uns sehr freut. Die Leute, die wir am Signiertisch kennenlernen, sind eine ganz internationale Truppe. Einige diskutieren, ob das Durchschnittsalter der DiscobesucherInnen in London höher sei als in Zürich oder New York und wir sind beeindruckt. Internationale Schwesternschaft ahoi! Ein angeheiterter junger Mann macht uns Komplimente über unseren “Che Guevara Song”. Erst nach zwei Rum-Cola verstehen wir, dass er damit unsere Single “Gender Riots” meint. Er ist sichtlich enttäuscht, dass er das falsch verstanden hat und geht nach Hause.Die Band hat immer noch keinen Namen. Dafür tanzen sie inzwischen wie Boney M. Unser Tonmann Robert vereinbart mit Noah eine dance-Battle für den nächsten Abend. Na das kann ja was werden. Eine Dance-Battle in Jena?? Aber lest selbst…. im nächsten Eintrag.

  • 26. Sep 2008 Aktuelle Stimmung: erwartungsvoll
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    SISTERS-Tour-Report Part 2: Düsseldorf, Karlsruhe

  • 23.9. Düsseldorf

    Heute geht es endlich wieder auf die Bühne. Nachmittags los zum Soundcheck. Nieselregen. Na toll. Die Oktoberfest-Phantasien rund um den Biergarten des Zakk lösen sich in nassen Kapuzen und Matschflecken auf den schönen neuen Sneakers auf. Grr. Dafür ist die Zakk-crew nett wie immer. Für Meli ist es hier ein Heimspiel. Aber auch Schwester O. hat Grund zur Nervosität: ihre Eltern haben sich zum Konzertbesuch angekündigt! Die meisten Gäste kommen erst kurz vor Showtime, darunter auch Fotografin Laurence Voumard (die die geilen Fotos für die coolen Plakate gemacht hat!), Melis großartige Band “Ischen Impossible” und Rapstar Shelly Quest. Ohje, noch mehr Leistungsdruck. Schließlich beurteilen Kolleginnen und Eltern einen ja nach ganz unterschiedlichen Kriterien. Damit geht jede SISTER anders um. Noah beispielsweise fordert Shelly Quest direkt zum Bizepsvergleich. Und Melis ruhelose Runden im Backstage-Raum (Beruhigung durch Bewegung, funktioniert aber kaum) summieren sich auf ca. 5 Kilometer. Puls nach eigenen Angaben “ca. 130 Trillionen bmp”. Unsere männliche Begleitband möchte unter anderem einen Bandnamen für die Tour. Ideen wie “The Turnons”, “The Sissies” oder “The Factory” werden aber schnell wieder verworfen. Jetzt ist auch keine Zeit mehr dafür, denn es ist Showtime!
    Mit “Gender Riots” startet das Set. Beim ersten Lied von Backstage auf die Bühne zu stürmen, ist immer ein bisschen wie Weihnachtsgeschenke auspacken: ordentlich schütteln und dann kann man erst sehen, was drin ist.
    Das Düsseldorfer Publikum war in der Tat nicht leicht zu beeindrucken. Aber nach dem 3. Song war das Zakk am Tanzen. Yeah! Spätestens ab Namusokes Hit “Murder Time” war dann im bootyshaking department alles zu spät.
    Da Meli wegen des Heimspiel-Faktors auf extra-Adrenalin war, ging das Ischen Impossible Cover “ha ha ha Hits” ab ohne Ende. Okay, mal abgesehen von Noahs Tanzeinlage, die leider zu stark von der Ausgburger Puppenkiste beeinflusst war und ihr direkt ein Ticket für den Recall versaute.
    Den Abend ließen wir wie gewohnt am Signiertisch ausklingen. Cheers Düsseldorf, Zakk, Ischen und alle Freundinnen & Freunde, die da waren! – Next Stop Karlsruhe.

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    24.9. Karlsruhe

    Die Versuchung, sich ausschließlich von Keksen und Prosecco zu ernähren, ist auf Tour groß. Gut, dass es im “Tollhaus” so was wie eine Rückführung in die Zivilisation gab: tolles Essen, und Platz um auch mal die Beine auszustrecken.
    Als wir mittags ankamen, sahen wir, dass die Bude gerade frisch renoviert worden war. Wir durften sozusagen die Duschen dort deflorieren, cool! Die Renovierungsmaterialien, die noch überall backstage standen, nutzten wir spontan für die Errichtung mehrerer Skulpturen.
    Jetzt macht sich das Tourleben langsam bemerkbar: das Vokabular schrumpft, die Witze werden für Außenstehende unverständlich, und man muss “Meetings” einberaumen, damit sich mal alle auf einem Fleck befinden und reden können.
    Bei einer Elfköpfigen MusikerInnenschar ist es gar nicht so leicht, eine Informationskette zu bilden. Ein bisschen wie Flüsterpost. Eine sagt “du, da draußen stehen schon die Leute” und hinten kommt an “du, nach Hause gehn wir nur als Bräute”, so was in der Art.
    Die Karlsruher präsentieren sich uns in der “Tollhaus”-Aula zunächst als sympathische crowd, die sich eher durch wohlwollendes wippen (“wer sitzt da hinten noch auf der Treppe?? Steh auf!!”) und Kopfnicken-mit-geschlossenen-Augen hervortun als z.B. mit Gegröle oder spontanen Zwischenrufen (Berlin, wir zählen auf Euch!). Ab Mamadees Disco-Knaller-Geheimwaffe “Hope” war dann aber direkt Tanzen und Feiern angesagt. Wir haben den Eindruck, dass hier eher konzertant genossen wird als wildromantisch. Nice.
    Abends im Bus lange Gespräche, Diskussionen sowie Organisationsfragen und Troubleshooting. Es passieren natürlich immer unvorhersehbare Sachen auf Tour (okay, außer bei den Flippers vielleicht), und die müssen wir regeln. Da wir SISTERS auf Tour unsere eigenen Chefinnen sind (nein, es gibt keinen dicken alten Mann im Hintergrund, der uns Konfekt schickt, Excel-Tabellen erstellt und unsere Tageseinnahmen abnimmt), gehört auch diese Seite für uns zum Tourleben dazu. Zum Glück haben wir für die Angelegenheiten rund um die Produktion der Konzerte unsere liebe Freundin und große Sister Murielle dabei. Sie ist entscheidend dafür, dass wir nicht gleichzeitig duschen, die Setliste ordnen und mit dem Veranstalter den WLAN-Schlüssel besprechen müssen. Wir sind sehr froh, dass sie dabei ist. Außerdem spricht sie fünf Sprachen fließend, kann aber in 10 verschiedenen Sprachen “raus aus dem Bus, ihr habt jetzt ein Interview, los los los!!” sagen. Beeindruckend.

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    Next Stop BUNDESHAUPTSTADT BERLIN, soon to come…
    Gender Riots Tour ’08:

    18.09.2008 D-Frankfurt, Brotfabrik »»» http://www.brotfabrik.info
    20.09.2008 D-Freiburg, Jazzhaus »»» http://www.jazzhaus.de
    23.09.2008 D-Düsseldorf, Zakk »»» http://www.zakk.de
    24.09.2008 D-Karlsruhe, Tollhaus »»» http://www.tollhaus.de
    25.09.2008 D-Berlin, Glashaus / Arena »»» http://www.arena-berlin.de
    26.09.2008 CH-Zürich, Moods »»» http://www.moods.ch
    27.09.2008 D-Jena, Kassablanca »»» http://www.kassablanca.de
    28.09.2008 D-Hamburg, Fabrik »»» http://www.fabrik.de

    Clip von Sisters Live zum ankucken/Vorgeschmack (man muss ein bisschen warten bis der Clip losgeht):
    http://bunch.tv/index.php?step=flash&deeplinkbunch=ondemand&i1=1006145

    SISTERS-TOUR-REPORT: Frankfurt, Mannheim, Freiburg

    okay, bevors losgeht mal was ganz anderes: DANK EURER HILFE haben wir mit unserer Sisters-Hymne ‘UNITE’ in den N-Joy Hörercharts über 10 Plätze übersprungen und sind jetzt auf PLATZ 11 gelandet, (räusper: an Madonna und Mariah Carey vorbei :-) – dazu von uns nur ein dickes ‘YAAAH’!!!

    Jetzt heißt es dranbleiben… wenn wir es mit Eurem Support nun auch noch in die Top 10 schaffen, drehen wir richtig durch!!! Das ist natürlich nur metaphorisch gemeint, also, wir würden uns freuen, wenn Ihr auch diese Woche wieder für uns VOTET!! Hier bei www.N-Joy.de!! Klick – SISTERS – DANKE!!

    Jetzt zum Tourtagebuch…

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    [half]18.9. FfM

    Tourstart! Bei ‘Melodiva female clubbing’ hatten wir gleich eine super Vorgruppe: BabyShoo & Kaye-Ree zeigten uns direkt mal, was Frankfurts Sisters so auf dem Kasten haben. GO, GIRLS!!
    Vor dem Auftritt waren wir natürlich aufgeregt, schließlich ist so ein Tour-Auftakt für uns Musikerinnen so was wie ein Omen für den Verlauf der ganzen Tour. Was, wenn uns Leute gelangweilt anschauen würden? Gar nicht dran denken… Unser Gruppenritual vor dem Auftritt machte uns Mut und wir sprudelten auf die Bühne.
    Yeah, war das ein schönes Konzert!! Ihr wart ein tolles Tourstart-Publikum!!
    Herr F. hat auf seine Myspace-Seite ein Album gestellt mit Bildern von der Show. COOL.
    Nach einem schönen Auftakt in toller Atmosphäre in Frankfurt, bei dem uns alte Bekannte, neue Gesichter und eine beeindruckend tanzwütige crowd überraschten, waren wir schon bester Dinge, dass wir auf dieser Tour viele nette Leute kennenlernen würden.

    19.9. Mannheim

    Das hat sich direkt am nächsten Tag bewahrheitet. Im ‘roten salon‘ war eine ‘secret show’ mit Bruno’s Boogaloo Orchestra angesetzt. Wie ‘secret’ die show war, bemerkten wir dann an den 150 Leuten, die sich irgendwann in der Bude drängten, aber der Reihe nach: von 4-5 Hunden und supernetten Leuten wurden wir nachmittags herzlich mit gekühlten Getränken und bester Laune empfangen. Eine sagenhaft nette Possee um Percussionisten Tilman Bruno und Tresenchefin Berna führte uns durch den Roten Salon, einen gelinde gesagt geilen live club, genau in der richtigen Größe für heiße Parties und schicke live-Sessions. So eine findet dort mit besagtem Boogaloo Orchestra jeden Freitag statt. Diesmal nicht nur mit den sagenhaften ‘Wolga Horns‘ sondern auch mit uns SISTERS samt unserer Band. War das ein Fest! Mit Vibraphon und allem drum & dran!

    Alles in allem waren 13 Männer (!!!) auf der Bühne, wobei sich das Boogaloo Orchestra mit den Mackern aus unserer Band abwechselte. – In einer harmonischen Eintracht, die wohl nur durch die Macht der Musik erklärbar ist, zollte man sich gegenseitig Bewunderung für minutenlange Soli, bei denen so einigen die Hose aufging – und wir Frauen waren nicht schlecht beeindruckt von der großartigen Performance, den spontanen Aktionen der Musiker und der familiären Atmosphäre. Entsprechend wurde hinterher noch gefeiert.

    Wer nicht dabei sein konnte: am 24.9. spielen wir in Karlsruhe im Tollhaus, eventuell ist es eine Fahrt wert (uns jedenfalls auf alle Fälle :-))

    [/half] [half]20.9. Freiburg

    Das legendäre Jazzhaus: eine ganz schön ehrwürdige Location für einen ersten Tourstop in Freiburg. Erst mal fuhren wir mit unserem Bus auf der Suche nach einer Tankstelle durch die Stadt und schielten dabei nach SISTERS-Plakaten :-) Wir sind stolz drauf, dass wir das anfangs teilweise bestuhlte gemütliche Ambiente in eine Bude voller tanzender und hüpfender Partypeople verwandeln konnten. Das liegt natürlich zu großen Teilen an der Partybereitschaft der Freiburger! Ihr wart spitze. Ihr habt gerockt und gegroovt und für einen tollen Abend gesorgt. Und sogar nach den ersten Songs Eure Töchter, Freunde und Freundinnen angerufen, dass sie schnell nachkommen sollen. Juhu!
    Am Merchandise-Tisch signierten wir noch lange CDs, und das wollen wir auch so beibehalten, denn es ist super, dass wir dabei auch die Gelegenheit bekommen, Euch kennenzulernen. DANKE Freiburg für einen weiteren tollen Auftritt und dass Ihr uns so supportet.

    21.9. Pause

    Wir sind im Nightliner unterwegs. Das ist ein Bus, in dem man in Schlafkojen übernachtet – wenn man schläft, denn außer zwei geräumigen Kühlschränken ist auch noch eine Spielekonsole, eine Sofa-Ecke, eine Reiselounge und DVD im Bus – ach ja, und 13 MusikerInnen, ein Busfahrer (big up to DAWID), der Mischer und die Tourbegleiterin. In diesem Gefährt geht es übrigens genau so zu, wie man es sich vorstellt: Rumhängen, feiern, Klamotten tauschen, Makeupträume verwirklichen, philosophieren, die Übernahme der Funkherrschaft strategisch planen – und in Jogginghosen herumschleichen bis man die nächste Tankstelle angefahren hat. Der doppelstöckige Bus hat nur ca. 1,80 cm Deckenhöhe – das ist für Nikki vielleicht okay :-)) , aber bei Meli und Noah bisweilen schon knapp. Und es dauert einige Zeit, bis man sich an das ‘human Tetris’ (wenn eine die Treppe runter will, müssen 3 erst mal den Flur zurück gehen) gewöhnt hat. Die ersten Tage war das am häufigsten gehörte Geräusch neben ‘hahaha’ erst mal ‘aua!’. Die Kanten an den Stauräumen in Kopfhöhe sind aber künstlerinnenfreundlich abgerundet, das muss man schon sagen.

    Heute ist allerdings ein off-day. Das heißt: sich halbwegs in die Zivilisation integrieren, Klamotten waschen, in Rudeln auf der Couch herumhängen und zum Beispiel diesen Blog schreiben. Ein schöner Chillout. Aber die Tour hat uns schon angefixt. Am liebsten würden wir direkt wieder zurück, on the road .. und zu Euch in den Club!!!!

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  • Gender Riots Tour ’08:

    18.09.2008 D-Frankfurt, Brotfabrik »»» http://www.brotfabrik.info
    20.09.2008 D-Freiburg, Jazzhaus »»» http://www.jazzhaus.de
    23.09.2008 D-Düsseldorf, Zakk »»» http://www.zakk.de
    24.09.2008 D-Karlsruhe, Tollhaus »»» http://www.tollhaus.de
    25.09.2008 D-Berlin, Glashaus / Arena »»» http://www.arena-berlin.de
    26.09.2008 CH-Zürich, Moods »»» http://www.moods.ch
    27.09.2008 D-Jena, Kassablanca »»» http://www.kassablanca.de
    28.09.2008 D-Hamburg, Fabrik »»» http://www.fabrik.de

    Clip von Sisters Live zum ankucken/Vorgeschmack (man muss ein bisschen warten bis der Clip losgeht):

    http://bunch.tv/index.php?step=flash&deeplinkbunch=ondemand&i1=1006145

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